Zum geplanten Home Office-Gesetz: Mehr Flexibilität statt staatlichem Dirigismus

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Einen gesetzlichen Anspruch auf Home Office, wie es das Gesetzesvorhaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorsieht, lehnt die Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand ab. „Home Office wird nicht zuletzt durch Corona weiter zunehmen. Die Entscheidung darüber, wer wieviel in Home Office arbeitet, kann aber nicht Sache des Staates sein, sondern muss einvernehmlich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geregelt werden. Alles andere führt zu einem Bürokratiemonster, das insbesondere kleine und mittlere Betriebe über Gebühr belastet“, so der Bundesvorsitzende Dr. Dorian Hartmuth. 

Aus Sicht des Liberalen Mittelstandes macht die Ausweitung des Home Office Anpassungen im Arbeitsrecht erforderlich. Es sei sinnvoll, dass die in der Corona-Zeit vielfach geübte Praxis des Home Office einen praktikablen gesetzlichen Rahmen erhalte, der sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern moderne, angepasste Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit bringe. Ein einseitiger Rechtsanspruch der Arbeitnehmer auf Home Office schieße aber über dieses Ziel weit hinaus, so Hartmuth. 

Um die Akzeptanz des Home Office bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu erhöhen, sei vielmehr eine Anpassung vieler Einzelvorschriften, wie zum Beispiel des Arbeitszeiterfassungsgesetzes, der Regeln über die Beschaffenheit von Arbeitsplätzen und des Arbeitsschutzes dringend geboten. „Nicht staatlicher Dirigismus, sondern mehr Flexibilität und weniger Bürokratie werden Home Office im Mittelstand beflügeln,“ stellt Hartmuth fest.

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