Wohnraummangel – nicht immer nur regional denken!

Share on facebook
Share on linkedin
Share on xing
Share on twitter
Share on email

LIM-Generalsekretärin Sarah Zickler fordert eine gesamtdeutsche Lösung

Während die großen Städte und Wirtschaftsregionen im Südwesten aus allen Nähten platzen, gibt es im Osten von Deutschland jede Menge Leerstände. Deshalb fordert die Generalsekretärin des Liberalen Mittelstands Baden-Württemberg (LIM) gesamtdeutsche Antworten und Lösungen auf die Fragen des Wohnungsmangels.

Sarah Zickler, die auch im Rat der Stadt Reutlingen sitzt und in der Immobilienbranche arbeitet, wünscht sich einen Blick über den Tellerrand und ein Ende des egoistischen Denkens in den eigenen städtischen Grenzen.

Im Osten haben viele Kommunen Platz

„Wohnungsmangel und Rufe nach staatlichem Wohnungsbau hier, aber Zerfall, Abriss und Rückbau dort“, stellt die LIM-Generalsekretärin fest. Während man im Westen nach immer mehr öffentlichen Eingriffen in den Wohnungsmarkt rufe, koste der Leerstand im Osten die Kommunen sehr viel Geld. „Mieter sind hier Mangelware“, stellt die Stadträtin fest, „und die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften haben riesige Probleme“.

Rückbau vs. teure Quadratmeter

Die kommunalen Unternehmen und die hinter ihnen stehenden Städte hätten nicht nur die Last der Altschulden, sondern auch die laufenden Unterhaltungskosten zu tragen. Also werde abgerissen. Das nennt sich dann „Rückbau“ – ein Wort, welches in Großstädten wie Stuttgart, Karlsruhe oder Mannheim – und in München und Frankfurt schon gar nicht – existiert! Hier reiben sich die wohnungspolitischen Akteure verwundert die Augen.

Zicklers Vorschlag: Anstatt Milliarden dafür aufzuwenden, die bestehenden Metropolen weiter zu versiegeln könnte man einen Teil davon in die Regionen investieren, welche das knappe Gut Wohnraum in Hülle und Fülle haben.

Beste Bedingungen für Unternehmen im Osten schaffen

„Wenn diese Kommunen für Unternehmen attraktiv gestaltet werden, wenn sich die Produktionsverlagerung in den deutschen Osten lohnt, dann kommen auch die Arbeitnehmer“, ist sich die LIM-Generalsekretärin sicher. „Wenn die Kommunen attraktiv gestaltet werden, wenn gute Infrastruktur geschaffen wird, dann kommen auch die Menschen.“

Dies helfe nicht nur verlassenen Kommunen im Osten, es entspanne den gesamten Wohnungsmarkt. Auch wenn es nicht in allen Fällen die Lösung sei, könne dieser liberale Vorschlag ein Baustein auf dem Weg dahin sein.

Weitere Beiträge