
Manchmal braucht es gar keinen besonderen Anlass, um über die Zukunft nachzudenken.
Manchmal genügt ein Blick zurück.
Bei der Durchsicht älterer Unterlagen ist uns das Positionspapier „Wir unternehmen etwas – Für ein liberales Unternehmerbild„ aus dem Jahr 2016 wieder begegnet. Veröffentlicht wurde es damals unter dem Bundesvorsitz von Thomas L. Kemmerich und formulierte unter der Federführung seines damaligen Stellvertreters Andy Keck ein klares Bekenntnis zu Freiheit, Eigenverantwortung und unternehmerischem Handeln.
Beim erneuten Lesen waren wir überrascht.
Nicht, weil das Papier veraltet wäre.
Sondern weil viele seiner Gedanken heute aktueller erscheinen denn je.
Bereits 2016 stellte das Positionspapier Fragen, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben: Wie viel Vertrauen bringt unsere Gesellschaft Unternehmerinnen und Unternehmern entgegen? Wie viel Freiheit braucht Unternehmertum? Und warum fällt es uns oft leichter, Risiken zu sehen als Chancen?
Das Papier beschreibt eine Entwicklung, in der unternehmerische Freiheit zunehmend unter Druck gerät und Unternehmertum häufig mit Misstrauen begegnet wird – obwohl Unternehmer Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und den Wohlstand unseres Landes maßgeblich mittragen.
Zehn Jahre später stellt sich deshalb eine spannende Frage:
Was hat sich seitdem verändert?
Ist Deutschland heute unternehmerfreundlicher geworden?
Hat die Politik die damaligen Impulse aufgegriffen?
Wird Unternehmertum heute stärker wertgeschätzt?
Oder beschäftigen uns viele dieser Fragen noch immer?
Gleichzeitig hat sich unsere Welt in den vergangenen zehn Jahren tiefgreifend verändert.
Künstliche Intelligenz verändert Geschäftsmodelle. Digitalisierung ist längst Alltag geworden. Fachkräftemangel und Unternehmensnachfolge beschäftigen Unternehmen in nahezu jeder Branche. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, steigende regulatorische Anforderungen und ein wirtschaftliches Umfeld, das Unternehmerinnen und Unternehmer täglich vor neue Entscheidungen stellt.
Gerade deshalb möchten wir das Positionspapier von 2016 nicht als Dokument seiner Zeit verstehen.
Sondern als Ausgangspunkt für einen neuen Dialog.
Denn gute Ideen verlieren nicht an Wert.
Sie gewinnen an Bedeutung, wenn man sie mit den Herausforderungen der Gegenwart verbindet.
Deshalb starten wir mit dieser Ausgabe eine neue Reihe.
„10 Jahre später – Das liberale Unternehmerbild weiterdenken.“
In den kommenden Newslettern greifen wir zentrale Gedanken des damaligen Positionspapiers auf und stellen sie der heutigen Realität gegenüber.
Nicht mit dem Anspruch, fertige Antworten zu geben.
Sondern mit dem Wunsch, gemeinsam mit Ihnen darüber nachzudenken, wie sich Unternehmertum verändert hat – und welche Antworten der liberale Mittelstand heute und morgen braucht.
Freuen Sie sich unter anderem auf folgende Themen:
- Warum Unternehmer wieder mehr Vertrauen verdienen.
- Freiheit als Zukunftskompetenz.
- Verantwortung statt Bevormundung.
- Unternehmertum in Schule und Gesellschaft.
- Künstliche Intelligenz und der Mittelstand.
- Unternehmensnachfolge – eine der großen Zukunftsfragen.
- Wie wir das liberale Unternehmerbild gemeinsam weiterentwickeln können.
📄 Das Original-Positionspapier „Wir unternehmen etwas – Für ein liberales Unternehmerbild“ aus dem Jahr 2016 legen wir diesem Newsletter bei.
Wir laden Sie herzlich ein, es noch einmal zu lesen.
Vielleicht entdecken auch Sie Gedanken, die heute aktueller sind denn je.
Und vielleicht entstehen daraus gemeinsam die Ideen, die das liberale Unternehmerbild der nächsten zehn Jahre prägen werden.


