Gute Vorzeichen für das Jahr des „Feuer-Hahns“

Chinesisches Neujahr in Niederbayern

Landshut (01.02.17) – Wenn der neue US-Präsident Donald Trump die chinesische Zentralregierung provoziert, kann Deutschland und im speziellen Niederbayern davon profitieren. Diese Ansicht vertritt Bernd Einmeier, Inhaber des Landshuter Unternehmens ThinkTank Networks, China-Experte und Bezirksvorstand des Liberalen Mittelstandes Niederbayern, anlässlich des chinesischen Neujahrs im Zeichen des „Feuer-Hahns“.

Voraussetzung für Markterfolg ist laut Einmeier eine passende Strategie des technologischen Mittelstandes für das Reich der Mitte. Dort gehören mittlerweile zweistellige Wachstumsraten der Vergangenheit an. Aktuell gehen die Berechnungen der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) von einem Wirtschaftswachstum von 6,4 Prozent für die Volkswirtschaft mit knapp 1,4 Milliarden Menschen aus. „Für niederbayerische Unternehmen bleibt immer noch ein unglaubliches Marktpotenzial, Produkte und Dienstleistungen in der Volksrepublik anzubienten“, so der China-Experte, der deutsch-chinesische Kooperationen schmiedet. 

Niederbayerns, Bayerns und Deutschlands Wohlstand basiere auf den Exporten in die EU, USA und China. Trumps Devise „America first“ wird den produzierenden Mittelstand in ganz Niederbayern treffen, ist sich Einmeier sicher. „Nationalismus und Protektionismus gefährdet mittel- und langfristig Arbeitsplätze in den USA und Niederbayern.“ 

Die Exportrisiken in die USA können laut Einmeier von Chinas Wachstum aufgefangen werden. Die chinesische Zentralregierung hat spezielle Regierungsprogramme wie „Made in China 2025“ oder „One belt one road“ aufgelegt, um die guten Beziehung mit Europa und im speziellen mit Deutschland weiter voranzutreiben. Dagegen laufe aktuell in den chinesischen Medien eine Kampagne gegen Donald Trump und somit gegen die USA. „Das Verhältnis zwischen China und den USA ist aktuell mehr als angespannt.“ Donald Trumps Telefonat mit der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen gelte als reine Provokation gegenüber China. Der Wirtschaftsexperte nennt das Gespräch als das vielleicht teuerste Telefonat der Geschichte. Den Preis eines potenziellen Wirtschaftskriegs würden die Amerikaner und Chinesen dafür bezahlen. „Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“ heißt es sprichwörtlich, das gelte auch für Europa und natürlich auch für Niederbayern. 

Gemäß dem traditionellen chinesischen Mondkalender befindet sich das neue Jahr seit kurzem im chinesischen Tierkreiszeichen des Hahns, dem zehnten von insgesamt zwölf Tierkreiszeichen. Das chinesische Ideogramm für Hahn ist 鸡 (Jī), gleichklingend zu dem Wort 吉 (Jí), was „glücklich“ bedeutet. Der Feuer-Hahn verheißt nach den Orakeln der Feng-Shui-Meister „Optimismus, Innovation und Fortschritt“. „Diese Tugenden passen auch gut nach Niederbayern.“

„Die Technologie Unternehmen im niederbayerischen Mittelstand sind also gut beraten, eine für sich passende China Strategie zu entwickeln, um die Zukunft nicht zu verpassen. Hilfestellung gibt es genug; egal ob bei den Förderprogrammen des bayerischen Wirtschaftsministeriums, beim China-Forum Bayern e.V. oder bei den Spezialisten der Wirtschaftsvereinigung Liberaler Mittelstand“, so Bernd Einmeier, China-Kenner und Bezirksvorstand des Liberalen Mittelstands Niederbayern.

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