Tag der Bauindustrie in Berlin

Tag der Bauindustrie 2025 (Foto: Christian Grosse)

Der Liberale Mittelstand beim „Tag der Bauindustrie“ (TBI) auf dem EUREF Campus in Berlin. Mit über 900000 Fachkräften erwirtschaftet die Bauindustrie 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Neben einer Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz, die den eindeutigen Tenor hatte, die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch Reformen nach vorne zu bringen. Gab es eine schonungslose Analyse zur aktuellen Situation Deutschlands von Peer Steinbrück, u. a. ehemals Bundesminister der Finanzen.

In den letzten 10 bis 12 Jahren wurden die Hausaufgaben des Staates nicht gemacht. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit hat abgenommen. Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind für Investitionen ungünstiger geworden. Die Verteidigungsfähigkeit in Deutschland ist nicht gegeben. Der demografische Wandel droht die sozialen Sicherungssysteme zu zerreißen. Bisher gibt es keine ausgewogenen Lösung zwischen einer regulierten aber notwendigen Einwanderung einerseits und der Abwehr der illegalen Einwanderung andererseits. Das Vertrauen der Bürger in die staatliche Handlungs- und Funktionsfähigkeit hat stark abgenommen. Nach dieser Analyse gab es jedoch viele Verbesserungsvorschläge, die vom Publikum dankbar aufgenommen wurden und auch in die Richtung gehen, die die aktuelle Bundesregierung auf den Weg bringen will.

Neben einem Vortrag der neuen Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, gab es zusätzlich hochkarätig besetzte Diskussionspanel. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Bauindustrie, die einen sehr großen Beitrag zur Binnenkonjunktur leistet, verhalten optimistisch nach vorne schaut. Denn, nach fünf Jahren der Faststagnation kann es nur bergauf gehen. Dies kann jedoch nur mit Reformen gelingen, die schnell umgesetzt werden. Alles andere ist nur heiße Luft.  

Text / Bilder: Christian Grosse

The Liberal Mittelstand at the ‘Day of the Construction Industry’ (TBI) on the EUREF Campus in Berlin. With over 900,000 skilled workers, the construction industry generates 12 per cent of the gross domestic product. In addition to a speech by Federal Chancellor Friedrich Merz, which clearly emphasised the need to improve Germany’s economic strength and competitiveness through reforms. There was an unsparing analysis of Germany’s current situation by Peer Steinbrück, former Federal Minister of Finance, among others. In the last 10 to 12 years, the state has not done its homework. Economic performance and competitiveness have declined. The framework conditions in Germany have become less favourable for investment. Germany’s defence capability does not exist. Demographic change is threatening to tear the social security systems apart. So far, there is no balanced solution between regulated but necessary immigration on the one hand and defence against illegal immigration on the other. Citizens‘ trust in the state’s ability to act and function has declined sharply. Following this analysis, however, there were many suggestions for improvement, which were gratefully received by the audience and also go in the direction that the current federal government wants to take. In addition to a presentation by the new Federal Minister for Housing, Urban Development and Construction, Verena Hubertz, there were also high-calibre discussion panels. To summarise, it can be said that the construction industry, which makes a very large contribution to the domestic economy, is cautiously optimistic about the future. After five years of near-stagnation, things can only get better. However, this can only succeed with reforms that are implemented quickly. Everything else is just hot air. 

Weitere Beiträge