Daniel-Jan Girl über die EXPO 2035 beim Küchen-Studio-Dialog

Küchen-Studio-Dialog mit Daniel-Jan Girl (Foto: NewsMark)

Am 25.11.2025 beim „Küchen-Studio-Dialog“ beim Liberalen Mittelstand Berlin, Daniel-Jan Girl, ehem. IHK Präsident, Unternehmer und Gründer der Betreibergesellschaft „EXPO 2035 Berlin GmbH“.

Er gab uns tiefe Einblicke in die aktuellen Aktivitäten, aber auch in die damit verbundenen Herausforderungen. Dialog in der ganzen Stadt ist oberstes Gebot, da die Pavillons einer geplanten EXPO in der ganzen Stadt verteilt werden sollen. Es sollen Probleme sofort erkannt und entsprechende Lösungen angeboten werden. Gerade, was den Bereich Naturschutz betrifft. Die Initiative wirbt Gelder ein. Es werden keine Steuergelder verwendet. Es ist eine rein selbstfinanzierte Privatinitiative, die von Unternehmen und Privatpersonen, aber auch mit Spenden, unterstützt wird. Für Berlin wäre die EXPO 2035, laut Girl, ein Gewinn. Aktuelles Vorbild ist die EXPO 2025 in Osaka/Japan, die mit einem Gewinn abgeschlossen hat. Dies ist auch das erklärte Ziel der Initiatoren.  Jedoch sind die Voraussetzungen in Berlin anders gelagert als in Osaka. 95 Prozent des Umsatzes kamen vom Binnenmarkt. Schätzungen gehen davon aus, dass eine EXPO in Berlin das Bruttoinlandsprodukt um insgesamt 22 Mrd. Euro steigern könnte. Mindestens 6 bis 7 Mrd. Euro würden in Berlin eingehen. Das klingt ambitioniert, ist aber realistisch. Eigeninitiative  und Unternehmertum, pragmatisches Denken und ein schnelles Umsetzen von Projekten sind das erklärte Ziel, um den Beweis anzutreten, dass Demokratie handlungsfähig ist. Zitat Girl: „Es tut gut, wenn man das sagt, was man denkt, und das macht, was man sagt“. Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC müssten ca. 2,1 Mrd. Euro investiert werden. Jedoch kann diese Summe wieder eingespielt werden, beispielsweise durch den Verkauf von Lizenzen, Sponsoring, Tickets, Veranstaltungen u.a. Ab Januar 2026 wird im ehemaligen Sonycenter ein EXPO – Pavillon aufgestellt, um dort entsprechend zu werben, zu informieren, aufzuklären, zu begeistern und Projekte vorzustellen. Aktuell liegen ca. 2000 Bewerbungen auf dem Tisch. Eine Bewerbung für eine EXPO in Berlin, die alle fünf Jahre stattfindet, hätte aktuell realistische Chancen. Neben Kairo, San Francisco und Busam in Südkorea sind aktuell keine anderen europäischen Wettbewerber bekannt. Die nächste EXPO findet in Riad/Saudi Arabien statt. Weitere Stichworte: Unabhängigkeit, Innovation, Tourismus, globale Sichtbarkeit, Zukunftsgestaltung, Seilbahn, ICC, Tegel, Tempelhof, Nalepagelände, Vielfalt, Kreativität, Fortschritt, ÖPNV, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Schwammstadt u.a.

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