Wer den Wohlstand sichern will, darf Unternehmer nicht zum Feindbild machen

Die Debatte rund um die jüngsten Aussagen von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas, die öffentlich und sogar aus den Reihen der Jusos ungewöhnlich hart kritisiert wurde, offenbart ein grundlegendes Problem in der politischen Kultur unseres Landes. Immer häufiger werden Unternehmerinnen und Unternehmer als Ursache sozialer Missstände dargestellt, statt als das, was sie sind, nämlich die tragenden Säulen unseres Wohlstands.

Anstatt strukturelle Herausforderungen klar zu benennen, etwa ein überlastetes Steuersystem, fehlende Reformbereitschaft, eine ineffiziente Sozialbürokratie oder die dramatische Schieflage zwischen Einzahlern und Leistungsempfängern, richtet sich der politische Fokus zunehmend gegen Selbstständige, Arbeitgeber und freie Berufe. Das ist nicht nur unfair, es ist gefährlich.

Unternehmerinnen und Unternehmer sind keine Gegner des Sozialstaats, sie sind seine Grundlage. Sie schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern, tragen Verantwortung und sichern Innovation und Stabilität. Ohne sie gäbe es weder wirtschaftliche Stärke noch die finanziellen Mittel für soziale Absicherung.

Der Liberale Mittelstand NRW beobachtet mit großer Sorge, dass führende Politikerinnen und Politiker den Eindruck erwecken, wirtschaftliche Leistungsträger seien Teil des Problems. Dabei sind sie der entscheidende Teil der Lösung.

Zitat von Michael Siegeroth, Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstands NRW

„Wer in der aktuellen Lage Unternehmer an die Wand stellt, legt die Axt an die Grundlage unseres Wohlstands, Leistungsträger zu diffamieren ist kein Beitrag zur Gerechtigkeit, sondern ein Angriff auf die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes.“
Michael Siegeroth, Landesvorsitzender Liberaler Mittelstand NRW

Diese Entwicklung gefährdet Vertrauen, Innovationsbereitschaft und Investitionsklima. Gerade die freien Berufe und Selbstständigen erleben seit Jahren eine Zunahme an Misstrauen, Bürokratie und zusätzlichen Belastungen.

Deutschland braucht jedoch das genaue Gegenteil: Respekt vor Leistung, Vertrauen in Eigenverantwortung und echte Reformen, die wirtschaftliche Dynamik ermöglichen.

Statt Schuldzuweisungen fordern wir eine ehrliche Debatte über die wahren Herausforderungen und eine Politik, die diejenigen stärkt, die tagtäglich Werte schaffen, nicht sie schwächt.
Wohlstand entsteht nicht durch Umverteilung, sondern durch Menschen, die mutig unternehmerische Verantwortung übernehmen. Das muss Politik endlich wieder anerkennen.

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