Entscheidung von Ford ist eine Chance für das Saarland

Saarbrücken, 23.06.2022 – Am heutigen Tag hat sich Ford bei dem Bau eines neuen Elektroautos gegen den Standort Saarlouis entschieden. Für den
1. Vorsitzenden des Liberalen Mittelstandsclub Saar e. V. (MSC) Heiko Banaszak steckt darin eine große Chance, wenn man jetzt den Mittelstand und die Familienunternehmer in den Fokus der landespolitischen Bemühungen stellt.

„Die Inhaber eines Familienunternehmens ziehen nicht von einem Tag auf den anderen um. Sie sind in der Region verwurzelt und fühlen sich gerade auch durch den Fachkräftemangel ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber extrem verbunden. Sie wissen, dass die Mitarbeitenden die Grundlage ihres Erfolges sind. Deshalb bieten sie gute Arbeitsbedingungen für Fachkräfte und entlohnen diese auch angemessen!“ so Heiko Banaszak.

Viele dieser Unternehmen suchen nach Auffassung von Heiko Banaszak händeringend nach guten Fachkräften, um vorhandene Aufträge abwickeln zu können. „Natürlich wird das für die Betroffenen auch zu Veränderungen des Status quo führen. Im Gegenzug bekommen sie aber Wertschätzung und -ganz wichtig- Verlässlichkeit, darauf kann man das Leben planen und ausrichten. Das Nichtdenken in Quartalszahlen darf man als Wert nicht unterschätzen!“.

Seine Aussagen untermauert der 1. Vorsitzende des Liberalen Mittelstandsclub Saar e. V. mit einem klaren Appell an die Landesregierung: „Das Beispiel Ford zeigt, dass man Großkonzerne nicht menschlich überzeugen kann. Deshalb sollte man sich auf die Unternehmen und Unternehmer konzentrieren, die hier im Saarland zu Hause sind und werteorientiert arbeiten. Das tut der Mittelstand und die größeren Familienunternehmen in besonderem Maße. Diese gilt es zu unterstützen, damit diese noch erfolgreicher werden. Das geht, indem man nötige Transformationen ähnlich fördert, wie man das bei Ford vorhatte. Mehr als 500 Millionen Euro sind offensichtlich dafür vorhanden. Diese sollten in die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes investiert werden. Bessere Infrastruktur durch den konsequenten Ausbau von Breitband auch auf dem Land und Qualifizierung sind hier nur zwei Beispiele. Das wäre nachhaltige Wirtschaftspolitik, die nicht alle 5 Jahre aufs Neue von einem Konzern hinterfragt würde.“.



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Carolin Ficker
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