Corona-Regeln: Friseure endlich gleichstellen! Maskenpflicht weg!

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LIM-Generalsekretärin Sarah Zickler will ähnliche Bestimmungen wie bei gesundheitsbezogenen Dienstleistungen:

Bei den Corona-Schutzmaßnahmen sollten körpernahe Dienstleistungen endlich mit gesundheitsbezogenen gleichgestellt werden. Das fordert Sarah Zickler, die Generalsekretärin des Liberalen Mittelstandes (LIM) in Baden-Württemberg ist. Unter der derzeitigen Corona-Verordnung der Stuttgarter Landesregierung würde vor allem das Friseurhandwerk leiden, weil hier weiterhin eine Maskenpflicht für Kunde und Dienstleister bestehe.

„Ich habe mit selbstständigen Friseurinnen und Friseuren gesprochen, die das Tragen der Maske als belastend im Arbeitsalltag empfinden“, sagt Sarah Zickler. Gerade bei hohen Temperaturen sei das Tragen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr anstrengend. Bei der Arbeit störe der Mund-Nasen-Schutz natürlich ebenfalls sehr, wenn Kundinnen und Kunden ihn nicht ablegen dürften.

Krankengymnastin ohne Maske, Friseur mit

Ein Sonderfall für Frisurbesuche ist auch: Nicht-immunisierten Personen dürfen einen Friseur-Salon nur nach Vorlage eines negativen Testnachweises betreten. Dies gilt jedoch nicht für Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Podologie sowie medizinische Fußpflege und ähnliche gesundheitsbezogene Dienstleistungen. „Hier ist eine Gleichstellung dringen überfällig“, fordert Sarah Zickler. Es gebe keinen sachlichen Grund für die Beibehaltung der unterschiedlichen Regelung. Denn der Körperkontakt sei beispielsweise bei der Krankengymnastik länger und intensiver als beim Haareschneiden.

Sorgen bereitet der Branche auch die Ankündigung, dass die Kundschaft einen vom Staat verlangten Test ab Oktober selbst zahlen müsse. Ungeimpfte, so glaubt die LIM-Generalsekretärin, würden sich dann auf die Suche nach Anbietern machen, die die Vorschrift nicht so genau nehmen. 

Friseurbranche wuppte die Corona-Krise vorbildlich

Gibt es angesichts steigender Inzidenzzahlen im Herbst einen erneuten Lockdown? Das würde die  Existenz vieler Salons in Baden-Württemberg ernsthaft gefährden. Die 70.000 Saloninhaberinnen und -inhaber haben gemeinsam mit ihren über 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pandemie viel auf sich genommen, um das Covid-19-Virus zu bekämpfen. Sarah Zickler: „Das Friseurhandwerk hat sich mit beispielhaften Hygienekonzepten und Aktionen viel Respekt und soziale Relevanz erarbeitet. Das alles darf nicht umsonst gewesen sein“.

Sarah Zickler, Reutlingen

(Copyright Fotos: Silke Kaiser/pixelio.de + LIM Ba-Wü/Koch)

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